"Trend in burnout among Swiss doctors"

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"Trend in burnout among Swiss doctors"

Beitrag von markus.gnaedinger » Mi 11. Aug 2010, 12:15

In der aktuelle Ausgabe von Swiss Medical Weekly findet sich ein interessanter Originalartikel über den Burnout bei (Haus)ärztInnen. Es handelt sich um die Publikation der neuesten Umfrage von 2007 und einen Vergleich mit den Umfragen von 2002 und 2005.

http://www.smw.ch/index.php?id=smw-2010-13070

Es scheint, dass eher ältere, männliche viel arbeitende Hausärzte betroffen sind. Als Rezept, wie der Burnout zu verhindern sei wird die Teilnahme in Balintgruppen und die Arbeit in Gruppenpraxen empfohlen. Als Erklärung, warum es in der deutschen Schweiz weniger Burnout gibt als im Welschland, wird unter anderem die Selbstdispensation (DMA) erwähnt, die ein zusätzliches Praxiseinkommen erzeugt und die finanzielle Unabhängigkeit des Arztes verbessert.

Mir scheint aber auch, dass die DMA eben neben ihren finanziellen Aspekten, die nun ja am dahinschmelzen sind, auch ein Schritt weg von der "Drei-Blöckli-Medizin" ist, die in anderen Ländern ja gang und gäbe ist.

Ein wichtiger Beitrag zur "Salutogenese" der (Haus)ÄrztInnen scheint mir auch die kontinuierliche Fortbildung durch Teilnahme an stimulierenden Kongressen und an Qualitätskränzchen zu sein. Auch die Betreuung von StudentInnen und AssistenzärztInnen (Mentoring) kann für den Mentor selber psychohygienisch sein. Schliesslich ist auch die Mitarbeit in berufspolitischen oder wissenschaflichen Funktionen (z.B. Institute für Hausarztmedizin) und die gelegentliche Publikation von interessanten Beobachtungen spannend und lassen uns die teilweise Routine des Alltags und die Schickanen der Behörden besser ertragen.

Besprechung im Tagesanzeiger vom 19.8.10: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Vier-von-zehn-rzten-sind-ausgebrannt/story/17296870

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