Streichung von Material für härtende Verbände aus er MiGel

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Lüthi
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Streichung von Material für härtende Verbände aus er MiGel

Beitrag von Lüthi » Mi 27. Jul 2011, 09:09

Gemäss aktueller Ärztezeitung wird per 1.7.2011 folgendes Maaterial aus der MiGel gestrichen:

d) Material, das per 1.7.2011 von der MiGeL gestrichen
wurde:
– 03.05.10.00.1 Gripper für PortACath;
– 03.05.11.00.1 Nadeln für PortACath;
– 34.50.01 Gipsbinden (34.50.01.01.1–
34.50.01.07.1);
– 34.50.02 Gipslonguetten (34.50.02.01.1–
34.50.02.05.1);
– 34.50.03 Kunststoffbinden (34.50.03.01.1–
34.50.03.05.1);
– 34.50.05 Kunststoffgipsschienen gebrauchsfertig
(34.50.05.01.1–34.50.05.06.1);
– 34.50.06 Tricotschlauchbinden (34.50.06.01.1–
34.50.06.05.1);
– 34.50.07 FrottéStretchPolsterschlauch
(34.50.07.01.1–34.50.07.03.1);
– 34.50.08 Diverses Gipszubehör – 34.50.08.01.1 –
Gipsschuh;


Heisst das nun konkret, dass dieses Material nun in der entsprechenden Position im Tarmed eingeschlossen ist ?

(Wenn ja, was kommt als Nächstes ?)

gweirich
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Re: Streichung von Material für härtende Verbände aus er MiG

Beitrag von gweirich » Di 2. Aug 2011, 08:33

Lüthi hat geschrieben:Heisst das nun konkret, dass dieses Material nun in der entsprechenden Position im Tarmed eingeschlossen ist ?
(Wenn ja, was kommt als Nächstes ?)

Gemäss der generellen Interpretation "GI-20 Verbrauchsmaterialien und Implantate" des Tarmed, können solche Materialien ungeachtet ihres Eintrags oder Nichteintrags in der MiGeL verrechnet werden, sofern der Einkaufspreis inkl. MWSt. mehr als 3.- beträgt. Als angemessen gilt dabei ein Verkaufspreis von Einkaufspreis + 10%.

Dies ist zumindest soweit es mir bekannt ist, die offizielle Position der FMH. Ich selbst habe übrigens seit ich vor 8 Jahren die Praxis eröffnet habe. noch nie etwas nach MiGeL verrechnet, sondern immer das Konzept mit dem Einkaufspreis angewendet, ohne dass sich eine Kasse bisher beschwert hätte. Scheint also zu stimmen.

ernst.gaehler

Re: Streichung von Material für härtende Verbände aus er MiG

Beitrag von ernst.gaehler » Di 2. Aug 2011, 09:23

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Das ist genau so. Wir haben folgenden Artikel in der SÄZ vom Juni publiziert:

Generelle Interpretation GI-20 Verbrauchsmaterialien und Implantate:

„Verbrauchsmaterial ist separat verrechenbar, sofern der Einkaufspreis (inkl. MWST) pro Einzelstück CHF 3.-- übersteigt. Verrechnet wird der Einstandspreis (Stückpreis auf der Basis der Jahreseinkaufsmenge) plus ein Zuschlag von 10%. Für Verbrauchsmaterialien, die in der {MiGeL} oder in Verträgen aufgeführt sind, gelten maximal deren Preise.
Die Artikel sind mit Preisangabe und Abgabedatum (Datum der Sitzung) einzeln aufzuführen.
Nicht unter diese Vergütungsregelung fällt das wiederverwendbare Instrumentarium (inkl. Fixateur externe). Dieses ist bereits in den einzelnen Tarifpositionen berücksichtigt.

Ernst Gähler, Vizepräsident FMH, Verantwortlicher für Tarife und Verträge

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