Rationalisierung - oder Rationierung?

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C.Huettenrauch
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Rationalisierung - oder Rationierung?

Beitrag von C.Huettenrauch » Di 9. Jul 2019, 16:59

Auch der Ärzteverband FMH unterstütze eine systematische Prüfung umstrittener Eingriffe, sagt Yvonne Gilli, Vorstandsmitglied des FMH

«Ein Leistungsverbot sei jedoch zu generalisierend und daher der falsche Weg.»
Bei Eingriffen an hochbetagten Patienten aufgrund degenerativer Leiden müsse jedoch stärker differenziert werden, welche Leistungen noch angemessen seien:
...Der Bundesrat beschloss 2016, mehr in Kosten-Nutzen-¬Analysen zu investieren, um die Leistungen der Grundversicherung neu zu bewerten. Künftig will das Bundesamt für Gesundheit jährlich bis zu acht Studien zuhanden der zuständigen Kommissionen durchführen und benötigte Ressourcen ausbauen, teilt es mit.
In der Schweiz gibt es bis jetzt keine Leistungsausschlüsse in der obligatorischen Krankenversicherung. Obwohl Gesundheitsminister Alain Berset seit 2016 bei unnötigen Operationen härter durchgreifen will, um die wachsenden Gesundheitskosten zu bremsen. Im Auftrag des Bundes führen Fachstellen mehrere ¬Kosten-Nutzen-Analysen zu chirurgischen Eingriffen an Knie, Hüfte, Rücken und Schulter durch. Die bisherigen Resultate seien ein erster Schritt in die richtige Richtung, sagt Verena Nold, Direktorin des Krankenkassenverbands Santésuisse. Leider hätten sie bisher nur zu Empfehlungen geführt, welche operativen Leistungen unnötig seien. Die Direktorin zeigt sich jedoch -zuversichtlich, dass der Bund «künftig aus den Resultaten konkrete Schlüsse zieht und unnötige Behandlungen aus dem Leistungsangebot streicht»...
https://app.infonlinemed.ch/article/?ac ... F5A98F7258

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